Veranstaltungen

Herbstausstellung der Isargilde e.V.

Claßen W_Conclusion VII (MRB17)_Acryl,Farbtusche-Leinwand_80x80_12.-27.12.2020
Beschreibung:

 

Was macht die Herbstausstellung der Isargilde so interessant?

(Überlegungen von Werner Claßen)

 

Es ist eine Tatsache – und ich höre sie stets im Frühherbst von vielen Kunstinteressierten – dass sich Dingolfing auf die Ausstellung der Isargilde freut. Was also macht diese Kunstschau so attraktiv?

 

+Lage und Qualität des Bruckstadels

+Anzahl der Künstler auf engsten Raum

+Künstler aus dem gesamten ostbayerischen Raum und darüber hinaus

+Vielzahl an künstlerischen Techniken

+attraktive Hängung

 

Ich nenne hier zu allererst „Die Lage und die Qualität des Bruckstadels“. Das Gebäude liegt am Eingang zum Marktplatz der Stadt Dingolfing, ist von Parkplätzen ganz in seiner Nähe zu Fuß erreichbar gegenüber dem Brunnen – gestaltet von der Isargilde-Künstlerin Jutta Wimmer – in der Fischerei 9. Im Erdgeschoss ist das Informationszentrum der Stadt Dingolfing – gerade für so manchen (Rad-)Touristen ein willkommenes Ziel. Die Ausstellung selbst ist im Obergeschoss über eine Treppe oder mit dem Lift für alle gut erreichbar. Das historische Gebäude ist bereits Ende des 13.Jahrhunderts als Teil des mittelalterlichen Dingolfings als Siedlung für Berufsfischer bekannt. Durch eine behutsame Restaurierung verschmolzen historische und moderne Stilelemente zu einem architektonischen Kleinjuwel. Der Saal im 1.Stock eignet sich bestens zu Tagungs-, Veranstaltungs- und Ausstellungszwecke. Durch seine Größe bzw. seine Kompaktheit sind Exponate für den Betrachter überschaubar.

 

So präsentieren sich 2021 immerhin 28 Künstler auf engstem Raum. Sie stammen aus dem gesamten ostbayerischen Raum von Dingolfing über Mamming bzw. Bubach, Pilsting und Landau nach Plattling, Straubing, Straßkirchen, Deggendorf und Metten. Aus dem Bayerischen Wald aus Zachenberg und Bernried, Isar aufwärts aus Landshut. Auch von außerhalb Niederbayerns kommen Künstler aus Regensburg, Münsingen (auf der schwäbischen Alb) und aus Marktbreit bei Würzburg. Allen gemeinsam ist, dass sie einen Bezug zu unserem Landkreis Dingolfing-Landau haben. So stellte Natascha Mann aus Marktbreit einmal zusammen mit ihrer Schwester Karin im Kastenhof Landau aus und wurde daraufhin in die Isargilde aufgenommen. Sie stellt in vielen Galerien in ganz Deutschland regelmäßig ihre Werke aus. Ihr Rollbild „Samoa, my love“ zeugt in ihren Farbigkeit von der Sehnsucht nach der weiten Welt, insbesondere nach dem Paradies ganz im Sinne eines Paul Gauguin. Weit über die Grenzen Niederbayerns bekannt ist die junge Künstlerin Barbara Muhr aus Regensburg. In ihrem in Mischtechnik gemalten Bild „Say no word“ verbindet sie realistische und flüchtig skizzierte Momente auf die Leinwand. Der junge Marco Graupp fühlt sich der Esotherik hingezogen. Seine Werke erinnern mich an die Arbeitsweise eines Friedensreich Hundertwasser.

Unser Gastaussteller Rudolf Weber aus Plattling widmet sich der surrealistischen Fotografie. Er vermengt fotografische Sequenzen per Computer zu Bildkompositionen ganz im Sinne seines Vorbilds Salvador Dali. Noch nicht lange bei der Isargilde sind Katharina Scholz aus Landau – sie überzeugte die Jury mit ihrer Schrottplastik eine Qualle und namensgleichen Mischtechniken – und Manuela Möske aus Gottfrieding – sie stellt zwei gegenstandslose Werke in Mischtechnik ausgeführt aus.

Ebenfalls noch nicht lange dabei ist die junge Diplom-Künstlerin Lina Schobel aus Dingolfing. Ihr Werk „Rhythm Observer“ überzeugt durch abstrakte Farb- und Linienführung. Der Landauer Bildhauer Jonas Eideloth vermischt in seinem Werk „Portraitstudie“ Bildhauerei und moderne Graffiti-Malerei. Während sich der Landauer Künstler Josef Paleczek dem Material Holz verschreibt, arbeitet der Bubacher Anton Kerscher hauptsächlich mit Stahl. Die Mamminger Künstlerin Cornelia Hinkel arbeitet in Keramik. Die beiden Maler Josef Bielmeier aus Zachenberg und Johann Meier aus Deggendorf haben sich der surrealistischen Malerei gewidmet. Surrealistisch angehaucht ist auch das eine Werk „Cleopatra“ von Sepp Sporrer aus Pilsting. Realistisch arbeitet der Landauer Maler Josef Mayer – in seinem Werk „Garderobe“ zeigt er eine Ansicht aus dem Weytterturm Straubing.

Gegenständlich ist auch das eine Werk des Offenberger Künstlers Dr. Rainer König mit einer Szene aus Peru „Indigenas“ betitelt.  Den Wittelsbacher Königen und den Söhnen Ludwig I widmet sich die Malerin Maria Thurner aus Straßkirchen. Mit feinen Zeichnungen auf dem Lithographiestein überzeugt der junge Landauer Jugendkulturpreisträger Thomas ‚Thom’ Kinzel. Notgedrungen mit der linken Hand aquarelliert der Landshuter Helmut Seidel seine neuesten Arbeiten, da er seine rechte Zeichenhand nach einem Unfall nicht mehr gebrauchen kann. Zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion arbeiten die Dingolfingerin Hermy Weidmüller in ihren „Klangsteinen des Mittelalters“, Wolfgang Angermeir aus Bernried mit einem „free solo“ aus der Welt der Bergsteiger, Eugen Nowak in seinem Acrylbild „Brücken“ und der Landauer Künstler Fritz Königbauer in seinem Ölbild „Nucleus accumbeus“, das den Betrachtern in ungeahnte Gehirnwelten führen will.

Ganz der ungegenständlichen abstrakten Malerei widmen sich Günter Krüger aus Mettenhausen in seinen „Lichtbildern“, Sepp Sporrer in seinem zweiten Bild „Heiteres Intermezzo“, Claudia Weigert-Trinkler aus Metten in ihren Aquarellen „Doppelbild I und II“ und Werner Claßen aus Pilsting in seinen Acrylbildern der Reihe „Conclusion“. Der  Kalligraphie widmet sich die Straubinger Graphikerin Renate Falk. Mit einem feinen Halsschmuck überzeugt die Landshuter Designerin Susanne Brand-Seidel.

 

 

Die Ausstellung ist bis 24. Oktober 2021 geöffnet:

Montag bis Freitag von 14 - 18 Uhr

Samstag von 10 - 15 Uhr

Sonntag von 13 - 17 Uhr

 

 

Bitte beachten Sie folgende Hinweise zum Besucher der Ausstellung:

3G-Regel (Geimpft/Genesen/Getestet)
Kontaktdatenerfassung

Maskenpflicht (Kinder bis zum 6. Geburtstag sind von der Tragepflicht befreit)

 

Die Anmeldung sowie die entsprechenden Nachweise sind an der Information im Bruckstadel vorzunehmen bzw. vorzuzeigen.

 

 

 

 

 

 

Termin: – 
Kategorie:Ausstellungen
Ort:Informationszentrum im Bruckstadel
Fischerei 9
84130 Dingolfing
Veranstalter:Stadt Dingolfing / Isargilde e.V.
Kontakt:Informationszentrum im Bruckstadel
Fischerei 9
84130 Dingolfing
Tel. 08731/327100
URL:http://www.isargilde.de

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